Hofburggarten – Vorstellung der bisherigen Arbeit

Rund 200 Personen verfolgten gestern Abend in der Cusanus Akademie gespannt die Vorstellung der bisherigen Überlegungen zur Neugestaltung des Brixner Hofgartens! Mit dabei im Reigen der Verantwortlichen und Projektanten: Bürgermeister Albert Pürgstaller, der Planer Otto Steiner (http://www.steinersarnen.ch) sowie die Landschaftsplanerin Eva Maria Schgaguler.

Otto Steiner präsentierte das Grobkonzept für das Thema „Wasserwelten“ (das Konzept „Apfel“ wurde gekillt) als künftiges Publikumsmagnet in der Altstadt („Die strategische Aufgabe war eine imposante Schönwetterattraktion“), Eva Schgaguler ihre Diplomarbeit, welche sich mit dem fürstbischöflichen Hofgarten auseinandersetzt und einen interessanten und historisch gut fundierten Gestaltungsvorschlag aus Sicht eines Landschaftsgestalters aufzeigt.

Die anschließende emotionsbeladene Diskussion war gleichermaßen spannend und interessant, verfiel aber leider zu sehr in ein schwarz-weißes Blockdenken, das der künftigen Debatte, die ab sofort eröffnet ist, nicht sehr zuträglich sein dürfte.

Bildquelle: Leo Angerer

3 Gedanken zu „Hofburggarten – Vorstellung der bisherigen Arbeit

  1. Wo war das Blockdenken? Der überwiegende Teil der Stellungnahmen (würde sagen über 80%) lobten das Konzept von Eva Maria Schgaguler und sprachen sich sehr fundiert und differenziert dafür aus, den von Schgaguler aufgezeigten Weg weiter zu verfolgen.
    Drei Wortmeldungen (Huber, Knapp, Kerer) versuchten, der Versammlung anzukreiden, gegen den Tourismus zu sein – was keineswegs dem Inhalt der vorhergehenden Wortmeldungen entsprach. Insam und Profanter legten sich nicht fest und appellierten die Bürgerschaft, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
    Ich habe den Entwurf von Schgaguler auch als sehr wohltuend empfunden. Sie hat dem Geschwalle von Steiner eine sanfte und konkrete Realisierungsvariante entgegen gesetzt, die das Zeug hat, alle Anforderungen an das Areal abzudecken – auch jene, niveauvollen Veranstaltungen Platz zu bieten.
    Auch die Idee mit dem Eintritt finde ich gut: Man bezahlt einen Eintritt und erhält damit Gutscheine, die man im Garten ausgeben kann (Café, Laden).
    Die Versammlung hat ein klares Stimmungsbild ergeben und einer mündigen und schlüssig argumentierenden Bürgerschaft Raum geboten.

    Markus Lobis

    • Mit Blockdenken meine ich vor allem den direkten Vergleich und die direkte Gegenüberstellung der Projekte, was auf Grund unterschiedlicher Ausgangslagen und Aufgabenstellungen nicht ganz angebracht war. In diesen direkten Vergleich schlichen sich ferner ein paar „hier für die locals“ vs. „Hier für die Touris“ – statements …
      Auch ich habe den Entwurf von Schgaguler als sehr angenehm und wohltuend empfunden und die Eintrittspreis-Idee genial. Das Stimmungsbild war insgesamt recht klar pro „sanfte Erschließung“ und in diesem Sinne bin ich auf alle weiteren Diskussionen gespannt.

      • liest man die Kommentare, hat man den Eindruck als ob die Bevölkerung schon eine breite Anzahl von Vorschlägen zur Auswahl hatte. Ich möchte nicht, dass ein zugegeben sehr mageres Konzept des Herrn Steiners, mit einer Diplomarbeit verglichen wird und dann das „kleinere Übel“ (überspitzt formuliert) als großer Wurf präsentiert wird. Das kann doch nicht alles gewesen sein, was die gestalterische Möglichkeiten des Hofburggarten anbelangt. Deshalb erwarte ich mir weitere Vorschläge und zwar demnächst.

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