Hofburggarten – next round

Gestern nachmittag fand im Adrian Egger Saal die Vorstellung der Rahmenbedingungen für die Ausschreibung des Wettbewerbs zur Gestaltung des Hofburgareals statt. Markus Lobis hat für die Initiative ProPomarium ein Protokoll des Treffens verfasst, das HIER gelesen werden kann.
Der Text ist sehr objektiv als Protokoll verfasst, der Titel indes sehr subjektiv und „journalistisch“. Dier Hauptdiskussionspunkte waren gestern die Themen „Führungskonzept und Eintritt“, „Wettbewerbsbedingungen“ sowie die Frage nach dem „Touristischen Attraktionsgehalt der Struktur“. Vor allem die Frage nach einem Eintritt zur Wahrung der öffentlichen Ordnung wird die Diskussion noch längerfristig prägen. Meine persönliche Meinung: Der „Schgaguler-Vorschlag“ mit einem symbolischen Eintritt, dessen Wert man größtenteils in anderer Form rückerstattet bekommt (z.B. ein Kaffee in der Bar), wäre die ideale Lösung, um einerseits eine gewisse Kontrolle über die Besucherfrequenz im Garten zu haben, andererseits der Besucher den Betrag quasi rückerstattet bekommt.

2 Gedanken zu „Hofburggarten – next round

  1. Der Eintritt kostet vermutlich mehr, als er bringt. Nur um das Kassahäuschen zu bezahlen, muss man vermutlich zwei-drei Jahre Eintritt verlangen.

    Der Wille der BürgerInnen ist recht klar zum Ausdruck gekommen und wenn es noch nicht ausreichend klar gewesen sein sollte, kann man die Leute ja noch einmal fragen: Ich bin überzeugt, dass eine große Mehrheit sich für einen freien Eintritt ausspricht.

    Wenn eine Art Brixen-Card zum Einsatz kommt, die den BürgerInnen um wenig Geld den Eintritt ermöglicht, werden die Einnahmen noch geringer sein. Und: Vandalismus gibt es auch an Orten, die nur mit Eintrittsgeld betreten werden können.

    Der Bürgermeister ist in der glücklichen Lage, dass ein Teil der Bürgerschaft ganz deutlich die Bereitschaft zur Zusammenarbeit deponiert hat und dass dieser Teil der Bürgerschaft viel Potenzial hat, noch mehr BürgerInnen anzusprechen und zur Zusammenarbeit zu bewegen. Er sollte nicht aus taktischen Gründen auf diese ausgestreckte Hand spucken, sondern sie beherzt ergreifen.

    Mir schwebt eine Art Pakt mit den BürgerInnen vor, der einen Vertrauensvorschuß einschließt: Die Gemeinde geht auf die Zusammenarbeit mit dem in Gründung befindlichen Förderverein der Brixner BürgerInnen ein und kündigt an, fünf Jahre keinen Eintritt erheben zu wollen und dass sich der Förderverein (übrigens war es ein Vorschlag von Gebi Dejaco, an einen Förderverein zu denken) darum bemüht einen hohen Stand der Kultur im Umgang mit Allgemeingut zu fördern.

    Wir müssen alle (wieder) lernen, mit Allgemeingut umzugehen. Für Brixen und dessen gesellschaftliche Entwicklung kann dies ein große Chance sein.

    • Ich kann einiges teilen. Denke auch dass der Eintritt die damit verbundenen Kosten kaum deckt und dass der Umgang mit dem Allgemeingut wieder gelernt sein will. Dass die Mehrheit der Bürger (es gibt vehemente Gegner) lieber einen freien Zugang wollen als einen Eintritt zu bezahlen ist klar. Es würde auch mehrheitlich dafür plädiert werden sämtliche Tarife zu senken. Dies aus dem einfachen Grund, da der breiten Masse ein fachlicher Zugang zum Gemeindehaushalt fehlt. Auch diesen Zugang wieder zu verstärken wäre ein notwendiger Lernprozess. So wie jede Familie ihren Haushalt genau prüft sollten auch die meisten Bürger unseren gemeinsamen Haushalt in Grundzügen kennen. Das wäre ein wichtiger Aspekt in Sachen Bürgerbeteiligung, weg von reinen Forderungen, hin zur Mitverantwortung. Deshalb denke ich dass das Thema des Eintritts nicht abgesondert sondern nur im Zusammenhang mit dem ganzen Projekt betrachtet und diskutiert werden kann.
      In diesem Zusammenhang sehe ich momentan die Position des Bürgermeisters, der sich auch bei diesem Projekt so wie bei allen anderen besonders auch darüber Sorgen macht, wie das ganze zu finanzieren ist. Wenn die ehrenamtliche Eigenleistung vieler BrixnerInnen in diese Richtung begünstigend einwirkt, ben venga …

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