Soziale Dienste immer mehr gefragt und gefordert

Diese Woche haben wir (Präsident Walter Baumgartner, Direktor der Sozialdienste Thomas Hellrigl und ich als Referent des Sozialen) den Tätigkeitsbericht zum Jahr 2019 vorgestellt. Corona-bedingt heuer erst im Herbst. Die Vorstellung fand – wie sollte es anders sein – in der Wunderbar statt. Die 2019 eröffnete Bar mit angeschlossenem Ladele war das wohl wichtigste Projekt der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft!

Vorstellung des Tätigkeitsberichts

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

In allen Strukturen war das Tätigkeitsjahr 2019 gekennzeichnet von zunehmender Nachfrage an professionellen Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen. Deutlicher als je zuvor war auch der Fachkräftemangel für eine bedarfsgerechte Versorgung zu spüren.
Zu eben genannten Herausforderungen kommt noch eine unzureichende Finanzierung der delegierten Sozialdienste. Trotz dieser Umstände, war es den 260 MitarbeiterInnen der Sozialdienste möglich, mit einem hohen Maß an Professionalität und Pflichtbewusstsein die tägliche Arbeit zu meistern.

In den teilstationären Diensten stieg die Nachfrage erneut, was zu teils langen Wartelisten in den Strukturen, speziell in der Seeburg führt. Insgesamt wurden nicht weniger als 214 Personen in den stationären und teilstationären Diensten, Seeburg, Bartgaishof und Kastell begleitet.

In den ambulanten Bereichen wurde ebenfalls der Trend der letzten Jahre fortgesetzt, d.h.: während in der direkten Betreuung wie beispielsweise der Hauspflege die Anfragen stiegen, blieben die Fallzahlen in der sozialpädagogischen Grundbetreuung und der finanziellen Sozialhilfe nahezu konstant im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren.

Sowohl das Frauenhaus als auch die Übernachtungsstätte für obdachlose Männer hatten ein Plus an Nachfrage und Aufnahmen zu verzeichnen.

Ein besonderer Dank geht an die Ehrenamtlichen in der Bezirksgemeinschaft, sie sind und bleiben eine wichtige Säule für viele Dienste: über 10.000 Stunden in Form von Bereitschaftsdiensten, Begleitdiensten und Zustellung von Essen auf Rädern wurden von den 130 Ehrenamtlichen geleistet.

Aufgrund der aktuellen Situation sind die Sozialdienste heute noch mehr als im Jahr 2019 gefordert. In der Hoffnung, dass die Corona-pandemie nicht erneut so starke Einschränkungen wie im Frühjahr 2020 mit sich bringt, blicken wir optimistisch in das zweite Tätigkeitshalbjahr 2020.

Kampagne „Respekt ist unser tägliches Brot“

Die Sensibilisierungskampagne „Respekt ist unser tägliches Brot – Rispetto è il nostro pane quotidiano“, geht heuer in ihre sechste Auflage und die Planungsarbeiten sind schon im Gange. Ziel der Initiative ist es, die breite Bevölkerung zum Thema Respekt und Gewaltfreiheit in den zwischenmenschlichen Beziehungen zu sensibilisieren.

Auch dieses Jahr möchten wir die Kampagne allen Gemeinden im Territorium zugänglich machen und die Voraussetzungen schaffen, dass sich jede Gemeinde nach Möglichkeit daran beteiligen kann. Neben den bewährten und allseits bekannten „Brotsackln“ mit dem Logo / der Marke „Respekt ist unser tägliches Brot“ und der Botschaft „Gegen Gewalt” wird die Kampagne dieses Jahr durch aktivierende Servietten in Lokale und Bars hinausgetragen. Betriebe, die inhaltlich hinter der Aktion stehen, werden den Gästen die speziell bedruckten Servietten zur Verfügung stellen und hoffen damit, die BenutzerInnen zu Stellungnahmen anzuregen und in social networks unter #gegengewalt zu posten.

Begleitet wird die Kampagne wieder von der Portraitaktion „Botschafterinnen und Botschafter gegen Gewalt und für mehr Respekt“, die bis zum 10. Dezember überall in der Stadt zu sehen sind. Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen – dargestellt wird dies zumeist mit drei Affen. Diese sind völlig passiv, vollkommen meinungslos und desinteressiert. Zurück geht dieser Ausdruck auf ein mittelalterliches Sprichwort: „Audi, vide, tace, si tu vis vivere pace“ (zu deutsch: Höre, sieh und schweige, wenn du in Frieden leben willst). Genau dieses Bild will die Kampagne umkehren. Die Betrachter sollen angeregt werden zum Hinschauen, Hinhören und Sprechen, wenn es um häusliche Gewalt und fehlenden Respekt geht. Dies der Aufruf der zwölf Brixnerinnen und Brixner auf den Portraits.

Bereits 2017 wurde eine Website programmiert um eine weiter gefächerte Zielgruppe zu erreichen, wo die Nutzer/innen Informationen zur Kampagne erhalten. Auch diese wird heuer weiter vorangetrieben.

http://www.respekt.bz.it

Jahresbericht der Sozialdienste / Konstante Zahlen

Vergangene Woche haben wir im Rahmen einer Medienkonferenz den Jahresbericht 2016 der Sozialdienste Eisacktal vorgestellt. Der Bericht enthält sehr viele Zahlen, aber genauso eine gute Beschreibung der Arbeit der Sozialdienste in den unterschiedlichen Bereichen. Dabei wird ersichtlich, welche Themen waren wichtig waren, wo die größten Herausforderungen liegen und welche Tendenzen in der Sozialpolitik absehbar sind.

Die laufenden Ausgaben der Sozialdienste belaufen sich auf 21.125.511,37 Euro. Rechnet man die Erhöhungen, die rein technischer Natur sind weg (Übergang des Mietgeldes vom Wobi an die Bezirksgemeinschaften, neue Buchhaltungsordnung, …) dann kann man feststellen, dass der Haushalt sehr ausgeglichen ist. Ein Minus von 2,8% bei den Verwaltungsausgaben zeugt von einer Steigerung der Effizienz, das Soziale Mindesteinkommen ist nach mehrjährigen Steigerungen erstmals um 3% gesunken und stabilisiert sich demnach.

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialdienste (258 insgesamt) gebührt für ihre Arbeit, die sie das ganze Jahr über mit viel Engagement ausüben, ein großer Dank!

Hier der gesamte Bericht als Download.

Young action / Rekordbeteiligung 2016! Anmeldungen wieder möglich

Seit Jänner 2013 gibt es im Eisacktal das Projekt „Young action“. Projektträger sind das Jugendzentrum Kassianeum, der Jugenddienst der Dekanate Brixen und Rodeneck, und das Jugendzentrum Connection. Projektpartner und Mitglied der Steuerungsgruppe ist auch die Bezirksgemeinschaft Eisacktal.

In diesem Projekt betätigen sich Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen mit karitativem, ethischem oder religiösem Hintergrund. Dafür erhalten sie eine symbolische Anerkennung in Form von Gutscheinen, die zurzeit in über 70 teilnehmenden Geschäften, Lokalen oder Serviceanbietern in den Gemeinden der Bezirksgemeinschaft und sogar im Gardaland eingelöst werden können.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, der Stiftung Sparkasse, der Sparkasse Bank, von mehreren Gemeinden der Bezirksgemeinschaft Eisacktal (Barbian, Brixen, Feldthurns, Klausen, Lajen, Vahrn, Villanders, Villnöss) und dem Verein Jugendhaus Kassianeum.

2016 haben sich erstmals über 200 Jugendliche (213) am Projekt beteiligt und 5.704 Stunden in verschiedensten Einrichtungen geleistet. Ab Dezember 2016 gibt es die Möglichkeit, sich im Jugendzentrum Kassianeum oder im Jugenddienst Unteres Eisacktal für das Jahr 2017 anzumelden.

young-action

 

Respekt ist unser tägliches Brot

Bereits zum vierten Mal findet heuer die Sensibilisierungskampagne „Respekt ist unser tägliches Brot“ statt. Neben den Aktionsträgern, den Sozialdiensten der Bezirksgemeinschaft Eisacktal und der Kommission für Chancengleichheit der Gemeinde Brixen, den Gemeinden Klausen und Vahrn, die die Kampagne finanziell unterstützen, beteiligen sich heuer weitere sechs Partner an den insgesamt drei Aktionswochen. Es ist gelungen, die Kampagne thematisch auszudehnen und das Südtiroler Kinderdorf, die OEW und einige Bibliotheken mit ins Boot zu holen!

 

Ziel der Initiative ist es, eine breite Bevölkerung zum Thema Respekt und Gewaltfreiheit in
den zwischenmenschlichen Beziehungen zu sensibilisieren.

Heuer spannt sich der Bogen vom Tag der Kinderrechte (20.11.2016) über den Tag gegen
Gewalt an Frauen (25.11.2016) bis hin zum Tag der Menschenrechte am 10.12.2016 und stellt den Wert des Respekts für jede Gesellschaft in den Mittelpunkt. In den drei Aktionswochen verpacken die Bäckereien des Bezirks jeden Broteinkauf in
Papiersäcke, welche die Aufschrift „RESPEKT IST UNSER TÄGLICHES BROT“ tragen. Sie erinnern daran, dass Respekt Frauen, Kindern, Mitmenschen oder generell Schwächeren gegenüber jener wesentliche Werte ist, der Gewalt vorbeugt. Verstärkt wird die Botschaft mit Postkarten und Plakaten mit der Aufschrift „Gegen Gewalt“ die in den Bäckereien, Bibliotheken und Gemeinden die Aktion abrunden. In diesem Rahmen finden in den drei Wochen verschiedenste Aktionen der Partner statt.

Förderung des Ehrenamts!

Der Rat der Bezirksgemeinschaft Eisacktal hat in seiner Sitzung vom 9. November die neue Verordnung für die Vergabe von Beiträgen einstimmig genehmigt. Künftig gilt der Schwerpunkt der Förderung dem Ehrenamt im Sozialbereich. Aber auch gemeindeübergreifende Kulturinitiativen werden weiterhin unterstützt.

bzg

Das jährliche Budget der Bezirksgemeinschaft Eisacktal zur Vergabe von Beiträgen ist mit 10.000 Euro ein sehr bescheidenes. Damit wurden in den vergangenen Jahren Projekte verschiedenster Art unterstützt, das bisherige Reglement war diesbezüglich sehr weitläufig formuliert. Wir möchten die Beitragsschiene in dieser Größenordnung weiterführen und sie haben sie an die Zuständigkeitsbereiche der Bezirksgemeinschaft angepasst. Schon vor einigen Monaten haben Präsident Walter Baumgartner und ich als zuständiger Referent deshalb den Beschluss zur Überarbeitung der Verordnung gefasst. Durch die Überarbeitung wird künftig eine doppelte Förderung diverser Projekte, etwa parallel zu den Gemeinden, unterbunden.

Die beiden Sachbereich, die künftig hauptsächlich gefördert werden, sind die Freiwilligenarbeit im Sozialbereich sowie die Kultur.
Das Ehrenamt nimmt im Sozialbereich eine nicht zu unterschätzende Rolle ein, deswegen wollen wir es verstärkt unterstützen. Dabei wird die Bezirksgemeinschaft auch selbst aktiv werden. So haben wir bereits im Frühjahr allen in der Bezirksgemeinschaft arbeitenden Freiwilligen in Form eines Kulturgutscheins den Eintritt für das Konzert des Haydn-Orchesters zur Verfügung gestellt. Ähnliche Initiativen werden auch in Zukunft folgen.

Geändert wurden neben den Sachbereichen auch die Kriterien in der Beitragsverordnung. Gerade bei kulturellen Projekten werden wir künftig vor allem jene fördern, die übergemeindlich, innovativ und nachhaltig sind. Dadurch wollen wir eine Doppelgleisigkeit zu den Förderungen der Gemeinden vermeiden.

Haus der Solidarität feierlich eingeweiht

Im Beisein von Bischof Ivo Muser, den Landesräten Martha Stocker und Philipp Achammer sowie zahlreichen Freunden und langjährigen Wegbegleitern wurde gestern nachmittag feierlich das Haus der Solidarität „Luis Linter“ eröffnet und gesegnet.
„Erfolg hat drei Buchstaben: tun“ meinte Johann Wolfgang Goethe einmal. Ganz in diesem Sinne haben die Initiatoren des Projekts HdS nie lange gefragt, sondern immer einfach getan: nämlich Menschen in Notlagen auf begrenzte ein Zuhause geben, eine temporäre Heimat, und Halt, damit sie selbst wieder Mut schöpfen, Wege für ein eigenständiges und selbstbewusstes Leben zu führen. Ich möchte mich dem anschließen, was gestern nachmittag – aber nicht nur da – sehr viele getan haben: Danke sagen!

 

Kein Zugluftfest 2016

Nach 14 Jahren Zugluftfest wird das beliebte Musik- und Kulturfestival heuer abgesagt. Das Haus der Solidarität (HdS) kündigt an, die für den 28. und 29. Mai geplante Veranstaltung nicht durchzuführen. Hauptgründe sind die unüberwindbaren bürokratischen Auflagen des von Ehrenamtlichen getragene Festes.
Viele Organisatoren von Festen kritisieren schon seit Jahren die ständig wachsenden bürokratischen Hürden für die Durchführung von Veranstaltungen. Das Zugluftfest in Brixen ist nun ebenfalls Opfer dieser Entwicklung geworden. Das HdS sagt das beliebte Fest einen Monat vor seiner Austragung ab.
Neben zahlreichen Sicherheitsauflagen stoßen vor allem gewisse arbeitsrechtliche Vorgaben auf Unverständnis bei den Organisatoren, nach denen eine unentgeltliche ehrenamtliche Mitarbeit von Freiwilligen beim Fest nicht möglich sei, so das HdS.
Die Situation weiter verschärft hat die kurzfristig notwendig gewordene Verschiebung des Veranstaltungsortes. In den letzten fünf Jahren fand das Zugluftfest im Lido von Brixen statt. Erst seit März wissen die Verantwortlichen, dass dies wegen des dortigen Umbaus nicht geht. Dies hätte eine kurzfristige Verlegung nach Milland zur Folge gehabt. Als Alternative war bereits der Platz vor dem Jakob-Steiner-Haus ausfindig gemacht worden.
Doch das HdS macht Schwierigkeiten auch bei sich selbst aus. „Nach fast 10-jähriger Herbergsuche, und einjährigem Umbau der neuen Struktur bei weiterlaufendem Betrieb ist uns die Luft ausgegangen“, meint Penn. „Wir müssen uns – leider etwas spät- eingestehen, dass uns die Kraft fehlt, ein Fest mit rund 2.500 Besuchern zu schultern, auf neuem Platz und ständig verschärften Regelungen.“

Die für Samstag, 28. Mai um 14 Uhr angesetzte Einweihungsfeier des neuen HdS findet trotzdem, wie geplant, statt. Das HdS erwartet Bischof Ivo Muser, die Landesräte Philipp Achammer und Martha Stocker, Bürgermeister Peter Brunner sowie zahlreiche Freunde und Unterstützer.

Das soziale Netz fängt auf

Das dichte Netz an Sozialleistungen in Südtirol fängt auf, auch Härtefälle. Auch, wenn manche meinten, die öffentlichen Institutionen würden bedürftigen Menschen nicht ausreichend zur Seite stehen … und wenn plötzlich Solidaritätswellen geritten werden, die eigentlich bei wirklich bedürftigen Menschen angebracht wären, wo aber die Gesellschaft vielfach wegschaut! So geschehen diese Woche in Brixen – eine Posse der besonderen Art!

Es ist eine mehr als bedauerliche Situation, wenn Menschen aus unserer Mitte kein Obdach haben und auf der Straße stehen. So wurde der Fall eines nunmehr wohnungslosen Mannes in den vergangenen Tagen über die lokale Presse (Alto Adige) bekannt gemacht. Entgegen der von einem Lokalpolitiker verbreiteten Meinung jedoch kennen sowohl Gemeindeverwaltung als auch die delegierten Sozialdienste den entsprechenden Fall bestens. Entsprechend wurde auch in mehrfacher Hinsicht versucht, dem Mann über einen längeren Zeitraum zu helfen, bei der Wohnungssuche genauso wie über den Dienst der finanziellen Sozialhilfe. Dabei gab es von den Diensten neben den vielfältigsten Bemühungen auch unterschiedliche Angebote. Niemanden kann man jedoch zwingen, die Angebote anzunehmen, was auch der entsprechende Herr tat und deshalb zeitweise keine Bleibe mehr hatte. Inzwischen haben die Sozialdienste eine Lösung gefunden, eine kurzfristige allerdings. 

Politisch inakzeptabel bzw. absolut deplatziert sind die vermeintlichen Vorwürfe, wonach es eine Ungleichbehandlung bei den sozialen Hilfeleistungen zugunsten von neuen Mitbürgern gebe. Weder existiert diese suggerierte Ungleichbehandlung, noch führen Meldungen wie diese (besser wäre zuerst denken) auch nur im Geringsten zur Problemlösung im konkreten Fall. Die Meldung hat sogar den gegenteiligen Effekt, indem unser gut funktionierendes Sozialsystem zu Unrecht an den Pranger gestellt wird. Bleibt zu hoffen, dass so mancher aus all dem Vorgefallenen etwas gelernt hat.

Umbauarbeiten im Jakob-Steiner-Haus

Der Brixner Stadtrat hat heute einen Beschluss gefasst, mit dem der Sozialgenossenschaft „Haus der Solidarität“ des Jakob-Steiner-Haus für ein Jahr vorerst provisorisch zur Verfügung gestellt wird, damit diese mit den internen Umbauarbeiten starten können. Klappt alles nach Plan sollte im Spätherbst das HdS ins Jakob-Steiner-Haus einziehen. Parallel zu den internen Umbauarbeiten wird das Amt für Bauerhaltung des Landes bald mit den Sanierungsarbeiten im Außenbereich beginnen. Die Ausschreibung für die entsprechenden Arbeiten ist vor Kurzem erfolgt.

JSH

1€ für das Haus der Solidarität

„Mit 1 € 1 Haus bauen“
Dies versucht die erste Südtiroler Gemeinden-Meisterschaft. Zeitgleich mit der Fußball-Weltmeisterschaft werden in Südtirols Geschäften, Gastlokalen, Gemeinden ein-Euro-Spenden zugunsten des Hauses der Solidarität (HdS) gesammelt. Jene der 116 Gemeinden, welche im Verhältnis zu den EinwohnerInnen die höchste Summe erzielt, wird Meister. Meister wird aber auch jene Einrichtung, die die höchste Spendensumme hereinspielt. www.1euro.bz

Teilnehmende Lokale in Brixen

Bäckerei Gasser, Große Lauben, Raiffeisenkasse, Große Lauben, Volksbank, Sparkasse, Große Lauben, Bibliothek, Domplatz, Gemüse Monika, Rosslauf, Bäckerei Mutschlechner, Runggadgasse, Bäckerei Mutschlechner, Altenmarktgasse, La Stüa, Runggadgasse, Adlercafe, Adlerbrücke, Porticus, Kleine Lauben, Aquarena, Weltladen Brixen, Stadelgasse, Bioladen Pro Natura, Stadelgasse, Cafe City, Große Lauben, Domcafe, Pfarrplatz, Bar Cusanus, Hartwiggasse, Bar Vinus, Altenmarktgasse, KVW, Hofgasse, Platzl, Große Lauben, Konditorei Pupp, Cafe am Gries, Hartwiggasse, Bar Absolut, Albuingasse, Street One, Infopoint Mobile

Neue Apotheken

Brixen wird demnächst zwei neue Apotheken erhalten, und zwar zum einen in St. Andrä und zum anderen in der Zone Brixen Süd. Der Stadtrat hat den entsprechenden Beschluss gefasst und der Provinz mitgeteilt. Die Ausweisung erfolgt auf Grund der neuen Bestimmung der Regierung Monti zur Liberalisierung der Apotheken und nicht, wie gestern in einer Zeitung behauptet, vor allem deshalb, weil es hierzu Petitionen und Unterschriftensammlungen gegeben hat.

Molotov Cocktails gegen Fischerbuim

Der Brandanschlag auf die in Vintl untergebrachten Asylanten, vor Ort „Fischerbuim“ genannt (weil sie im Fischerhaus wohnen) verschlägt mir die Sprache. Erst gestern Abend erzählte mir eine junge Vintlerin darüber, wie gut die Afrikaner (ehemalige lybische Gastarbeiter) im Dorf integriert sind, dass sie mithelfen, sich am Dorfleben beteiligen. Sie sind nicht nur ganz einfach da und fallen nicht negativ auf … sie fallen sogar positiv auf, die Fischerbuabn, die nicht als Migranten wie viele andere Ausländer hier zu uns gekommen sind, sondern als Flüchtlinge aus Lybien, wo sie in den Wirren des Krieges nicht mehr sicher waren.

Ich habe mich vor einigen Monaten mit der Flüchtlingsthematik beschäftigt, als freier Redakteur beim Brixner. Als man hörte, dass auch unser Bezirk wird Flüchtlinge aufnehmen und das Thema immer breiter diskutiert wurde, hatte ich das Bedürfnis etwas tiefer hinter die Kulissen zu blicken, mehr zu erfahren als die übliche Klauberei über vermeintliche Anzahl der zu erwartenden Asylanten. Hier der Link zum Interview mit dem Brixner Sepp Pichler, der seinerzeit noch zusammen mit Karl Tragust für die Unterbringung der Flüchtlinge verantwortlich zeichnete:

BRIXNER 09/2011

Erwähnen möchte ich auch Initiativen der Zivilgesellschaft, die sich im Zusammenhang mit dem Anschlag im Internet mobilisieren. Eine Facebook Gruppe namens „Menschen gegen Flaschen – solidarietà con i minacciati“ kommentiert und diskutiert nicht nur das Geschehene, sie ist auch auf und dran, den Unmut über derlei anti-demokratische Taten in Aktionen münden zu lassen. Hier der Link zur GRUPPE AUF FACEBOOK

Gerichtsverhandlung/Spielhalle #Presse

Die Presse berichtet heute mehr als ausführlich über den gestrigen Beschluss des Verwaltungsgericht. Tenor der Meldungen: Die Gemeinde zeigt sich erleichtert, die Rekurseinbringer sind enttäuscht und hoffen auf dn nächsten Entscheid im Mai, die Opposition und SVP-GR Insam sehen darin keine Auswirkung auf die politische Verantwortung.

Quelle: Dolomiten

Quelle: Neue Südtiroler Tageszeitung

Quelle: Alto Adige

Gerichtsverfahren/Spielhalle. Reaktion der Stadträtin

Urbanistik-Stadträtin Magdalena Amhof zeigt sich in einer ersten Stellungnahme sehr erleichtert über den heute gefallenen Beschluss des Verwaltungsgerichts im Zusammenhang mit der Ausstellung einer Baukonzession. Unbeeindruckt vom ganzen Verfahren betont sie „auch weiterhin gegen jede Spiellizenzanfrage vorgehen“ zu werden. Außerdem nimmt sie zu den zahlreichen politischen „Botschaften“ der Debatte Stellung.


Gerichtsverfahren/Spielhalle #1

Albert Pürgstaller schreibt heute Mittag zum Ausgang des Gerichtsverfahrens:

Das Verwaltungsgericht hat den Rekurs gegen die Baukonzession, mit der die Gemeinde Brixen die Umwidmung einer Zweckbestimmung in der Peter-Mayr-Straße genehmigt hat, zurückgewiesen. Für uns als Gemeindeverwaltung bestätigt dieses Urteil die korrekte Vorgehensweise bei der Ausstellung der Baukonzession.
Die vielen Anschuldigungen und Angriffe in den vergangenen Wochen waren nicht gerechtfertigt. Es ist wichtig, dass hier Klarheit geschaffen wurde. Es muss zwischen der Vergabe einer Baukonzession einerseits und einer Lizenz andererseits unterschieden werden. Die Baukonzession hat auch nichts mit der Lizenzvergabe oder dem Landesgesetz über die Spielhallen zu tun. Die Vergabe der Lizenz fällt in die Zuständigkeit des Landes. Und hier werden wir uns natürlich ganz klar gegen die Erteilung einer entsprechenden Lizenz richten, zumal der Standort eindeutig im Widerspruch zu den geltenden Vorgaben des Landesgesetzes und der Gemeindeverordnung steht.


Arbeitsgruppe Integration

Die von Stadträtin Elda Letrari 2010 eingesetzte Arbeitgruppe Integration hat im gestrigen Gemeinderat einen ersten Überblick über die bisherigen Tätigkeiten gegeben. Neben der Aufarbeitung und Diskussion alltäglicher Herausforderungen im Zusammenhang mit der Integration von Ausländern hat die Arbeitsgruppe auch mehrere Aktionen geplant und umgesetzt, unter anderem einige zum Thema „Interkulturelles Kennenlernen“. So wurde und wird dabei versucht, den Migranten unsere Stadt und die Umgebung zu „erklären“. Unter anderem fand im Juli 2011 ein Ausflug zum Bauernhof unseres Gemeinderatskollegen Johannes Prader in Afers statt, den ich filmisch dokumentiert habe:

 

Erstes SVP Sommerforum

Letztlich meinte es der Wettergott gut mit uns … als am letzten Freitag im Garten des Hotel Elephant das erste SVP Sommerforum über die Bühne ging. Thema des ehrwürdigen Abends: „Integration als globale Herausforderung“. Die wirklich erstklassig besetzte Runde mit dem Integrationsbeauftragen der Bayrischen Staatsregierung Martin Neumeyer, dem österreichischen Staatssekretär Sebastian Kurz und dem Nordtiroler Integrationsbeauftragen Johann Gstir konnte über die vielen Facetten der Integration berichten und wichtige Aspekte aufzeigen. Zwei zentrale Dinge blieben bei mir hängen:
– Integration ist auch als globales Thema vor allem auf der lokalen Ebene entscheidend
– Integration gelingt leichter dann, wenn die Aufnahmegesellschaft den Werte-Kanon klar definiert hat

Zu ersterem fällt mir ein, dass in Brixen bereits sehr vieles gemacht wurde und gemacht wird, neben dem institutionellen Bereich vor allem auf ehrenamtlicher Basis. Bei zweitem denke ich gibt es Nachholbedarf, denn es scheint nicht immer klar, welches die zentralen Grundwerte unserer Gesellschaft denn sind, und darüber hinaus (denke wir an Freiheit), wie diese interpretiert werden sollen …

Alles in allem ein sehr gelungener Abend!

Mit Martin Neumeyer

Unterkunft für’s HdS nun bald definitiv?

Wie den Aussendungen des Landespresseamtes und auch den lokalen Medien nach zu vernehmen ist, scheint die definitive (20 Jahre) Unterbringung des Hauses der Solidarität nun bald nichts mehr im Wege zu stehen. Die angepeilte Lösung, die Struktur im Jakob-Steiner-Haus einzuquartierten, scheint über den Weg der Vertragsurbanistik möglich, nachdem andere Formen der Finanzierung nicht realisierbar waren.
Für das Haus und seine Bewohner wäre damit ein jaherlanges Zittern und Ringen um das Überleben des Projektes vorbei.