„Brixen 2020“- Junge Ideen für Brixen

Loser Zusammenschluss von Brixner Jugendlichen sammelt Ideen für die Stadtentwicklung

25 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ganzen Stadtgebiet, zahlreiche Ideen und Anregungen, ein Ziel: Brixen weiterentwickeln.
Rund drei Stunden sind zwei Dutzend junge Brixner unter dem Motto „Brixen 2020“ zusammengesessen und haben darüber diskutiert, wo Brixen aktuell Potentiale hat, was besser gemacht werden muss und welche Maßnahmen für eine gute Stadtentwicklung zu setzen sind.

Es war eine bunte Mischung aus Heimkehrern, Studierenden, Familienvätern, Vereinsmenschen, Freiberuflern und Angestellten aus den verschiedenen Berufs- und Interessenfeldern. Eine lose Gruppe aus allen Stadtteilen und Fraktionen, die sich zum Ziel gesetzt hat, junge Ideen für Brixen zu sammeln und sich als Gruppe zu formieren. Initiiert wurde der Gedanken- und Meinungsaustausch von Arno Parmeggiani und mir.

Ziel der Initiative ‚Brixen 2020‘: erforschen, wie junge Leute die Stadt wahrnehmen, wie sie Brixen weiterentwickeln möchten und welche Rahmenbedingungen die Stadt braucht, um als attraktiver Lebens- und Arbeitsort zu gelten.

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Grundsätzliche Erkenntnis:

Brixen neigt zum Stillstand, wirkt wie eine alternde Stadt! Deshalb müssen wir die Rahmenbedingungen für kreative und neue Impulse bieten. Die Gemeinde muss wieder mehr Entwicklung, Initiativen und Ideen zulassen. Denn es gibt aktuell eher ungünstige Voraussetzungen dafür, um jungen Menschen die Rückkehr in ihre Stadt schmackhaft zu machen.

Einige Ergebnisse:

Wirtschaft: Förderung einer allgemeinen Start-Up-Kultur um Fachkräfte zurückzuholen und hier zu behalten; die Erleichterung von Bürokratie für Initiativen des Handels und der Gastronomie.

Kultur: Neben der F.rderung der Hochkultur auch die Rahmenbedingungen für Subkulturen/Jugendkulturen zu verbessern. Struktureller Ausdruck dafür w.re beispielsweise die Sanierung des ehemaligen Astra-Kinos als Ort für junge innovative Kultur.

Umwelt und Mobilität: Fertigstellung der Westumfahrung, anschließend eine allgemeine Verkehrsberuhigung (besonders in der Altstadt) bei gleichzeitiger Garantie von stadtnahen und kostenlosen Parkmöglichkeiten. Der desolate und peinliche Zugbahnhof muss endlich umgestaltet werden und dementsprechende Versprechen sind einzuhalten. Die Realisierung der vollständigen Autobahnausfahrt in Albeins/Ziggler ist ebenfalls wichtig.

Freizeit und Sport: Aufwertung der Freizeit-Infrastrukturen am Ploseberg, Fischzucht-Areal aufwerten, stehende Welle am Eisack, ein generelles Freizeit-Ticket für alle Brixner, das alle Freizeitmöglichkeiten vernetzt.

Viele weitere Themen wie junges Wohnen, die Integration neuer Mitbürger und anderes wurden noch besprochen und wird noch vertieft.

Wir freuen uns über weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen
→ brixen2020@gmail.com

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Fischzucht #3

In einem sehr langen und ausführlichen Artikel wird heute in der Neuen Südtiroler Tageszeitung über die Verlegung der Tennisplätze und die Zukunft der Brixner Fischzucht geschrieben. Aufhänger des Artikels ist eine VERMUTUNG des unabhängigen Gemeinderats Klaus Peter Dissinger, wonach die Entscheidung zur Verlegung der Plätze ins Lido bereits beschlossene Sache sei. Nun, ich bin es gewohnt, als Grundlage für meine politischen Entscheidungen stets nur Fakten und stichhaltige Argumente zu gebrauchen. Nachdem die Diskussion nach wie vor absolut ergebnisoffen diskutiert wird, ist eine Entscheidung noch nicht getroffen worden, weshalb man Vermutungen dieser Art nur mit aller entschiedenen Vehemenz zurückweisen muss.

Lido und Tennis

Zur Zeit steht die Verlegung der Tennisplätze im Norden der Stadt auf der Tagesordnung der politischen Debatte. Eine von vielen Varianten einer Projektstudie sieht vor, die Tennisplätze im Bereich der Ostseite des heutigen Lido-Sees unterzubringen. Dabei würde ein Teil des Sees aufgeschüttet. Rund um diese Studie hat es letzthin rege Diskussionen gegeben, da mancher davon ausgegangen ist, dass die Gemeindeverwaltung hier klammheimlich Fakten schaffen wollte. Dem ist aber nicht so. Die Studie mit seinen zahlreichen Varianten wurde vor einigen Monaten im Gemeinderat besprochen, auch die Betreuer des Projekts „Flussraum Mittleres Eisacktal“ wurden zu Rate gezogen, gleichsam werden Überlegungen zur Gestaltung des ganzen Bereichs Sport/Fischzucht/Parkplatz angestellt, denn neben der Unterbringung der Tennisplätze gilt es auch mittelfristig die in die Jahre gekommenen Sportstätten zu sanieren. Die Aufwertung des Lido-Areals steht außerdem sehr weit oben auf der To-do-Agenda der Stadtverwaltung. Eine Gruppe von Personen rund um den Verein „STADT – GARTEN BRIXEN / GIARDINO – CITTÀ BRESSANONE“ sammelt derweil Unterschriften für die Aufwertung des Lido-Areals und als Prävention einer möglichen Verkleinerung des Sees. Hier der Originaltext zur Unterschriftensammlung:

Die Auenlandschaft am Eisack ist mit dem Lido ein viel besuchter Erholungsraum in unmittelbarer Stadtnähe. Darüber hinaus ist der Lido in der Erinnerung vieler Brixnerinnen und Brixner als ein Stück Heimat verwurzelt. Als engagierte Brixner Bürger bemühen wir uns, den Lido in seinem Umfang zu erhalten, weiter zu entwickeln und aufzuwerten. Dieses Allgemeingut für viele darf nicht leichtfertig momentanen kurzsichtigen politischen Entscheidungen geopfert werden und speziellen Einzelinteressen – wie es Tennisplätze für wenige sind – zugeführt werden. Dadurch würde zudem ein wertvoller Naturraum für flussnahe Lebewesen zerstört.

Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie sich für den Erhalt des Lido in seinem jetzigen Umfang ein und äußern ihren Wunsch nach seiner Aufwertung. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag auch für eine künftige hohe Lebensqualität in unserer Stadt.

Vertikale

Der vor wenigen Tagen erfolgte Unfall in der Kletterhalle „Vertikale“ ist tragisch und schlimm. Bleibt zu hoffen, dass es dem jungen kletterbegeisterten Mann bald besser geht. Schlimm ist aber genauso der Wettlauf des „Vertikale-Bashings„, das sich die beiden Gemeinderäte des italienischen Rechts-Lagers liefern. Während der eine einen vermeintlichen Flop konstruiert, bläst der andere nun auf Grund des Unfalls 0-8-15 Kritik: „Man müsse die Sache aufklären, das dürfe nicht passieren, die Verantwortung ist zu klären“ … etc etc … Nun, ich denke die Exekutive wird sich auch ohne derlei geistreichen Anweisungen vonseiten der lokalen Politiker ins Zeug legen, dass die Sache vollständig geklärt wird. Bleibt leider der fade Beigeschmack, dass man offensichtlich richtig Spaß daran hat, der ungeliebten Kletterhalle regelmäßig eins auszuwischen, unter welchem Vorwand auch immer! Der Unfall ist ja schon schlimm genug, warum müssen Politiker diesen auch noch dafür missbrauchen, kurzfristig Nutzen daraus zu ziehen? Schlimm …

Neue Kletterhalle eröffnet

Gestern war es endlich soweit. Die neue Brixner Kletterhalle „Vertikale“ hat ihre Tore geöffnet. Ich hab sie dabei erstmals auch im Inneren gesehen und muss sagen, ich war sehr positiv überrascht. Sie reduziert ihr Innenleben im Wesentlichen auf das Funktionale, ist schlicht gehalten, aber strahlt gleichsam etwas einladendes aus. Fazit: gelungen! Meine Höhenangst wird mich vorraussichtlich davon abhalten, demnächst selbst die steilen Wände hoch zu klettern, obwohl es mich sehr reizen würde. Dafür gibt es aber eine wunderbare Boulderhalle im Untergeschoß, wo ich mich mit Sicherheit bald mal versuchen werde.

Ich finde, nun endlich kann man das lächerliche Geplänkel über die Ästhetik bleiben lassen. Nicht jeder war mit dem Bau der Halle glücklich, nicht jeder findet die rund 3,2 Millionen € sinnvoll investiert. Demokratie lebt nun mal von diesen unterschiedlichen Ansichten. Mehrheitlich wurde aber beschlossen, diese Halle zu bauen, nun steht sie und wir sollten sie, alle zusammen, annehmen und uns darüber freuen, dass es sie gibt.

„keep surfing“

Das Thema „Stehende Welle“ ist in Brixen seit einiger Zeit aktuell. Eine junge Initiativgruppe hat sich des Themas angenommen und versucht derzeit Wege und Möglichkeiten zu finden, ein derartiges Vorhaben in Brixen zu realisieren. Beim Projekt „Stadt Land Fluss“ wurde die stehende Welle bereits mehrfach thematisiert und als eine von mehreren Maßnahmen zur Aufwertung der Flussräume in das Maßnahmenpaket integriert. Was noch fehlt ist wie so oft üblich die Finanzierung.
Um über das Thema zu informieren hat die Initiative am heutigen Freitag 24.02. einen Filmabend im Jugendhaus Kassianeum geplant. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „keep surfing“, Beginn 18 Uhr. Hier der Trailer zum Film:


 

Neue Kletterhalle heißt „Vertikale“

Die neue Brixner Kletterhalle wird also „Vertikale“ heißen. 17 Gemeinderäte (SVP, F, Staffler, Dissinger) haben am Donnerstag für diesen Namen gestimmt, 5 stimmten für eine Variante, in der man grafisch das K so gestalten sollte, dass man darin auch ein C erkennt (Vorschlag von GBL und PD).  5 Gemeinderäte haben sich Grund ihrer generellen Ablehnung der Kletterhalle gegenüber enthalten. Der Name selbst entstammt dem Vorschlag einer Arbeitsgruppe, die mit Touristikern und Vertreterm von AVS und CAI besetzt war. Dem war wiederum eine Umfrage voraus gegangen, an der sich die Brixner Bürger beteiligen konnte.
In den gestrigen Medien und im Internet konnte man lesen, die Koalition sei deswegen „divisa“ (Überschrift Alto Adige), Staffler schrieb von einem „Zerwürfnis“. Stimmt aber allesamt nicht, denn es war von vorneherein klar, dass man bei diesem wohl eher unwichtigen Punkt und auf Grund unterschiedlichen Meinungen auch mal unterschiedlich abstimmen wollte und konnte. Das bedeutet noch lange keinen koalitionären Beinbruch.