Erstes SVP Sommerforum

Letztlich meinte es der Wettergott gut mit uns … als am letzten Freitag im Garten des Hotel Elephant das erste SVP Sommerforum über die Bühne ging. Thema des ehrwürdigen Abends: „Integration als globale Herausforderung“. Die wirklich erstklassig besetzte Runde mit dem Integrationsbeauftragen der Bayrischen Staatsregierung Martin Neumeyer, dem österreichischen Staatssekretär Sebastian Kurz und dem Nordtiroler Integrationsbeauftragen Johann Gstir konnte über die vielen Facetten der Integration berichten und wichtige Aspekte aufzeigen. Zwei zentrale Dinge blieben bei mir hängen:
– Integration ist auch als globales Thema vor allem auf der lokalen Ebene entscheidend
– Integration gelingt leichter dann, wenn die Aufnahmegesellschaft den Werte-Kanon klar definiert hat

Zu ersterem fällt mir ein, dass in Brixen bereits sehr vieles gemacht wurde und gemacht wird, neben dem institutionellen Bereich vor allem auf ehrenamtlicher Basis. Bei zweitem denke ich gibt es Nachholbedarf, denn es scheint nicht immer klar, welches die zentralen Grundwerte unserer Gesellschaft denn sind, und darüber hinaus (denke wir an Freiheit), wie diese interpretiert werden sollen …

Alles in allem ein sehr gelungener Abend!

Mit Martin Neumeyer

Oberschüler & Integration

Heut‘ vormittag war ich im Haus der Solidarität eingeladen. Als Gemeindepolitiker durfte ich dem Besuch einer Klasse einer Bozner Berufsschule beiwohnen. Die Schüler und deren Lehrpersonal informierten sich vor Ort über die Struktur des HdS sowie die Tätigkeiten der OEW. Nach einer Einführung zu beiden Strukturen begann, zunächst vorsichtig, aber dann immer offener, eine Diskussion über das Thema Integration/Migration. Die sehr vielfältige und an Themen breite Diskussion fand ich besonders dann sehr spannend, wenn die Schüler ihre Gefühle und Emotionen in Zusammenhang mit diesem Thema vorbrachten. Ich finde es gut, wenn man vorbehaltslos alle Konflikte und allen Ärger auch ansprechen kann, welcher sich in einer multi-kulturellen Gesellschaft nun mal ergeben.Mit Fakten und guten Argumenten kann man dann auch versuchen, innere Vorurteile abzubauen, Vermutungen zu zerstreuen. Einen großen Dank an das HdS-Team für diese für mich wunderbare Erfahrung.

Pakistan – Brixen

Die Gemeinde Brixen setzt ab heuer dazu an, die ausländischen Mitbürger und ihren kulturell-sozialen Hintergrund uns Einheimischen etwas näher zu bringen. Wir können damit erfahren, woher sie kommen, wie sie ticken und was sie bewegt. Jahr für Jahr soll eine der anwesenden Ethnien vorgestellt werden. 2011 werden uns die Pakistaner, zweitgrößte Gruppe unter den Migranten in Brixen, vorgestellt.
Heute Abend startet das rund einwöchige Programm an Initiativen und Aktionen. Hier der Flyer zu der Veranstaltung. In der Gemeinde zeichnet Hermann Popodi für dieses sinnvolle Projekt verantwortlich.

Ein interessantes Gespräch heut‘

Das Sozialpartnerforum in der SVP hat in den letzten Wochen ein Positionspapier zum Thema Migration und Integration ausgearbeitet, an dem ich mitgearbeitet habe. Das Papier wird am kommenden Samstag bei der Ortsobleutekonferenz der SVP in Brixen von den Delegierten diskutiert und (hoffentlich) genehmigt. Es ist Ausdruck der grundsätzlichen Position der Partei zu dieser Thematik und stellt sowas wie einen Wegweiser dar. Als solcher soll es auch dienen, wenn im Herbst das neue Integrationsgesetz formuliert wird. Heute waren einige der Teilnehmer des Sozialpartnerforums zusammen mit Parteiobmann Richard Theiner und Landessekretär Philipp Achammer bei Bischof Karl Golser und Generalvikar Josef Matzneller, um mit ihm das Papier zu besprechen. Ich muss sagen, es war ein gutes und ausführliches Gespräch, bei dem man sich über eine Vielzahl von Subthemen ausgetauscht hat.

OPEN!

Gelungener Einstand der Bürgerinitiative „OPEN – BüregrInnen im Dialog“ die gestern Abend ihre erste Veranstaltung in der Cusanus Akademie absolviert hat!

AUFTAKT zu open

Das diesjährige und erste Thema der Initiative, an der viele Brixner Vereine beteiligt sind, war die Migration und Integration von ausländischen Mitbürgern. Rund 60 bis 80 Zuhörer (Schätzung schwer) kamen und hörten den spannenden Ausführungen der Referenten zu und diskutierten anschließend über das WIE eines fruchtbaren Zusammenlebens der unterschiedlichen Ethnien in unserer Gesellschaft.

Moderator Hermann Barbieri

"Die Richtung stimmt". Mit-Initiator Markus Lobis

FORDERN & FÖRDERN

Pressemitteilung der ArbeitnehmerInnen in Brixen vom 16.12.2009:

„FORDERN & FÖRDERN“

Arbeitsgruppe „Migration&Integration“ präsentiert 10 LEITSÄTZE für eine gelingende Integrationsarbeit in Brixen

Innerhalb der ArbeitnehmerInnen in der SVP Brixen hat sich vor rund einem Jahr eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich intensiv mit dem Thema der Integration der neuen Bürger mit Migrationshintergrund auseinander gesetzt hat. Ausgangspunkt der Arbeiten war das vom Gemeindesozialausschuss und dem Haus der Solidarität initiierte Projekt NETZWERK MIGRATION. Dabei handelt es sich um informelle Austauschtreffen von Experten und vom Migrationsphänomen „betroffene“ Hauptamtliche.

Die Arbeitsgruppe hat sich bemüht, ein klares Bild der Situation zum Phänomen „Migration“ in Brixen zu erhalten und Lösungsansätze für eine gelingende Integrationsarbeit zu formulieren. Abgerundet wurden die ersten Überlegungen durch eine dreitägige „Erkundungsfahrt“ in die Schweiz, bei der in vier Städten (Thun, Bern, Basel, Winterthur) mit den jeweiligen Integrationsbeauftragten intensiv über deren Erfahrungen gesprochen und diskutiert wurde. Positiv verlaufene Projekte und die langjährigen Erfahrungen der Schweiz in dieser Thematik wurden bei der Formulierung der Leitsätze integriert.

Die zehn Leitsätze stehen unter dem Motto „Fordern und Fördern“. Mit diesen beiden Begriffen wird auf die nach unserer Meinung zentralen Merkmale der Integration fokussiert: „Migranten müssen, sofern sie dauerhaft bei uns leben wollen, Integrationswillen zeigen und sich bemühen, gewachsene Werte und Normen zu akzeptieren und zu leben“ so die für Integration zuständige Stadträtin Magdalena Amhof. „Wir fordern das ein!“ Gleichermaßen muss man auch auf die positiven Aspekte der Migration verweisen. Und damit Integrationsarbeit in der Stadt Brixen und Umgebung gelingen kann, muss es auch in der öffentlichen Verwaltung Ressourcen dafür geben, finanzieller wie personeller Natur. Dies ist bisher auf Gemeindeebene nicht der Fall! Und trotzdem konnten in den letzten Jahren von der Gemeindeverwaltung gar einige Projekte auf den Weg gebracht werden, wie der regelmäßige und intensive Kontakt zu den neuen Mitbürgern, das systematische Sammeln von Problemstellungen rund um das Thema Migration, der jüngst erstmals begangene Willkommenstag und einiges mehr. Weitere Projekte sind gerade eben in Ausarbeitung und werden 2010 umgesetzt. Aber nicht nur die öffentliche Verwaltung kann und soll aktiv sein. Die Arbeitsgruppe ist überzeugt, dass im Sinne des Subsidiaritätsprinzips Aktivitäten zur Förderung der Integration gefördert werden sollen. Ein gutes Beispiel ist hierfür das „Haus der Solidarität“ in Milland (Cultura Socialis – Preisträger), wo tag täglich wertvolle Erfahrungen im Rahmen der Integration von sozialen Randgruppen gesammelt werden.

Die Arbeitsgruppe im Gemeindesozialausschuss ist überzeugt, dass die Integration von ausländischen Mitbürgern in Brixen, sofern sich alle Seiten bemühen, gelingen kann! Die zehn Leitsätze verstehen sich als konkrete Schritte, die dabei gesetzt werden können. Damit wollen sich die ArbeitnehmerInnen von anderen Parteien wie den Freiheitlichen abgrenzen, die lieber von Bedrohungsszenarien sprechen als konstruktive Lösungen andenken. „Auch wir versuchen, die Sorgen vieler Bürger, gerade mit Bezug auf den sich abzeichnenden demografischen Wandel durch Migration, Ernst zu nehmen und dies nicht zu ignorieren“, so der Leiter der Arbeitsgruppe Ingo Dejaco. Umso mehr aber müssen konkrete Maßnahmen zur Integration sehr bald in Angriff genommen werden. Noch haben wir die Chance, von Fehlern anderer zu lernen und die Weichen richtig zu stellen.