Vertikale

Der vor wenigen Tagen erfolgte Unfall in der Kletterhalle „Vertikale“ ist tragisch und schlimm. Bleibt zu hoffen, dass es dem jungen kletterbegeisterten Mann bald besser geht. Schlimm ist aber genauso der Wettlauf des „Vertikale-Bashings„, das sich die beiden Gemeinderäte des italienischen Rechts-Lagers liefern. Während der eine einen vermeintlichen Flop konstruiert, bläst der andere nun auf Grund des Unfalls 0-8-15 Kritik: „Man müsse die Sache aufklären, das dürfe nicht passieren, die Verantwortung ist zu klären“ … etc etc … Nun, ich denke die Exekutive wird sich auch ohne derlei geistreichen Anweisungen vonseiten der lokalen Politiker ins Zeug legen, dass die Sache vollständig geklärt wird. Bleibt leider der fade Beigeschmack, dass man offensichtlich richtig Spaß daran hat, der ungeliebten Kletterhalle regelmäßig eins auszuwischen, unter welchem Vorwand auch immer! Der Unfall ist ja schon schlimm genug, warum müssen Politiker diesen auch noch dafür missbrauchen, kurzfristig Nutzen daraus zu ziehen? Schlimm …

Neue Kletterhalle eröffnet

Gestern war es endlich soweit. Die neue Brixner Kletterhalle „Vertikale“ hat ihre Tore geöffnet. Ich hab sie dabei erstmals auch im Inneren gesehen und muss sagen, ich war sehr positiv überrascht. Sie reduziert ihr Innenleben im Wesentlichen auf das Funktionale, ist schlicht gehalten, aber strahlt gleichsam etwas einladendes aus. Fazit: gelungen! Meine Höhenangst wird mich vorraussichtlich davon abhalten, demnächst selbst die steilen Wände hoch zu klettern, obwohl es mich sehr reizen würde. Dafür gibt es aber eine wunderbare Boulderhalle im Untergeschoß, wo ich mich mit Sicherheit bald mal versuchen werde.

Ich finde, nun endlich kann man das lächerliche Geplänkel über die Ästhetik bleiben lassen. Nicht jeder war mit dem Bau der Halle glücklich, nicht jeder findet die rund 3,2 Millionen € sinnvoll investiert. Demokratie lebt nun mal von diesen unterschiedlichen Ansichten. Mehrheitlich wurde aber beschlossen, diese Halle zu bauen, nun steht sie und wir sollten sie, alle zusammen, annehmen und uns darüber freuen, dass es sie gibt.

Neue Kletterhalle heißt „Vertikale“

Die neue Brixner Kletterhalle wird also „Vertikale“ heißen. 17 Gemeinderäte (SVP, F, Staffler, Dissinger) haben am Donnerstag für diesen Namen gestimmt, 5 stimmten für eine Variante, in der man grafisch das K so gestalten sollte, dass man darin auch ein C erkennt (Vorschlag von GBL und PD).  5 Gemeinderäte haben sich Grund ihrer generellen Ablehnung der Kletterhalle gegenüber enthalten. Der Name selbst entstammt dem Vorschlag einer Arbeitsgruppe, die mit Touristikern und Vertreterm von AVS und CAI besetzt war. Dem war wiederum eine Umfrage voraus gegangen, an der sich die Brixner Bürger beteiligen konnte.
In den gestrigen Medien und im Internet konnte man lesen, die Koalition sei deswegen „divisa“ (Überschrift Alto Adige), Staffler schrieb von einem „Zerwürfnis“. Stimmt aber allesamt nicht, denn es war von vorneherein klar, dass man bei diesem wohl eher unwichtigen Punkt und auf Grund unterschiedlichen Meinungen auch mal unterschiedlich abstimmen wollte und konnte. Das bedeutet noch lange keinen koalitionären Beinbruch.

Off. Startschuss für die Kletterhalle

Während bereits eifrig an der Realisierung der neuen Kletterhalle neben der Acquarena gearbeitet wird,hat gestern Abend die Grundsteinlegung für das Bauwerk statt gefunden. Noch gut ein Jahr bis zur Fertigstellung dieses Gebäudes, das von vielen Kletterbegeisterten seit Jahren gefordert wurde. Der Bau dieser Halle, die ein breites Publikum ansprechen wird, wird indes nicht von allen Seiten goutiert. „Zu teuer“ das Hauptargument der Kletterhallen-Gegner. Ich finde die Struktur für Brixen gut, die Kosten angemessen. Was mir wichtig scheint, ist dass die Realisierung nun so erfolgt, dass die Struktur fast keine Folgekosten verursachen wird.